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27 Dinge die ich mit 27 gelernt habe und trotzdem manchmal vergesse

Elena
February 9, 2026
3 min read

Hey ich bin Elena und seit einiger Zeit arbeite ich bei Surf Spirit als Head of Operations. Ich habe lange überlegt, ob ich das wirklich aufschreiben will. Weil ich nicht wirklich glaube, dass es jemanden interessiert, was ich hier schreibe. Aber als ich dann anfing meinen 27. Geburtstag zu planen, bin ich ein bisschen melancholisch geworden und habe angefangen die letzten Jahre zu reflektieren und es sind doch mehr Dinge zusammen gekommen als ich dachte. Irgendwie fühlt sich das gerade auch falsch an, weil ich vieles davon natürlich auch nicht jeden Tag lebe. Weil ich Dinge vergesse, zurückfalle, zerdenke, zweifle. Aber vielleicht ist genau das der Punkt. Das hier sind 27 Dinge, die ich gelernt habe. Nicht als Regeln, eher als Erinnerungen an mich selbst.

1. Veränderungen sind leichter als man denkt

Wenn du etwas verändern willst, nimm dir erstmal einfach zwei Stunden. Geh in ein Café, setz dich hin und schreib die Schritte auf, die es braucht, um etwas zu verändern. Kündigen, Umziehen in einer neue Stadt, endlich diese eine Reise machen. Ich weiß noch genau wie ich in Berlin Schönberg in einem Cafe saß, damals hatte ich eine 42 Stunden Woche im Einzelhandel. Ich war so ausgebrannt und dachte mir wars das jetzt? Arbeite ich mich jetzt von hier aus hoch? So macht man das doch und so kannte ich es auch aus meinem Umfeld. Kündigen nach nur 3 Jahren in einem Unternehmen? Das kommt bestimmt nicht gut im Lebenslauf. Alles Gedanken über die ich jetzt nur lächeln kann. Aber ich wusste ich musste was ändern und wenn es mit dem neuen Job nicht klappt, kann ich immer wieder zurück. Ich hängte mich rein und schrieb noch an diesem Tag Bewerbungen, einen Monat später hatte ich einen neuen Job. Zunächst war ich glücklich doch dann fand ich auch dort nicht die richtige Erfüllung. Also musste ich neue Dinge machen um zu erkennen was mich wirklich begeistert. Das bringt mich zu meinem nächsten Punkt:

2. Starte spät, aber starte.

Ich habe erst vor zwei Jahren mit dem Surfen angefangen. Ich mochte Wasser schon immer, aber Surfen? Damit bin ich nie in Berührung gekomemmen. Zum Surfen bin ich dann 2024 auf Fuerteventura gekommen. Ich hatte gerade mein Leben und Job in Berlin hinter mir gelassen und habe als Volunteer in einem Surf Camp gearbeitet. Die Tage bestanden aus Surfen, gemeinsam kochen, am Strand sein und natürlich feiern. Einer der schönsten Zeiten in meinem Leben.

Oben links: Wohnung gekündigt und das ganze Leben in 4 QM gepackt. Unten links: Kochen im Surfcamp auf Fuerteventura. Unten rechts: Verzweiflung nach ersten Surfversuchen mit dem Softboard.
3. Arbeite an etwas woran du glaubst.

Meinen jetzigen Job habe ich nie wirklich "gelernt", ich komme nicht aus der Tourismusbranche, habe keine Ausbildung dafür gemacht. Ich wollte eigentlich immer was mit Mode machen. Aber es hat sich am Ende nicht authentisch angefühlt, ich hatte immer dieses Gefühlt so richtig passe ich hier nicht rein und dann hat mein jetziger Job quasi mich gefunden. Ich hatte mich damals als Guest Relation Managerin für eins der Partner Teams in Sri Lanka beworben. Aufgrund meiner Kündigungsfrist hat es dann aber doch erstmal nicht funktioniert. Dann bin, ich wie bereits geschrieben, einige Monate später nach Fuerteventura. Von dort aus war mein Plan vielleicht nach Barcelona zu gehen um nochmal etwas zu studieren was mich so richtig interessiert. Wie genau ich das mache wusste ich aber nicht. Dann hat mich Dana eines Mittags angerufen und gefragt was ich gerade so mache. Sie suchen jemanden Neuen fürs Office. Nach einem Interview mit den Dana & Nils war klar, wow das fühlt sich richtig an und mittlerweile habe ich einen Job auf den ich mich jeden Sonntag Abend freue, bei dem ich sogar meine Passion für Mode (kleiner Teaser, dropping soon) wieder einbringen kann und aber auch so viel mehr. Ich weiß warum ich das mache und wofür.

Links: Nils, Dana und ich auf einem meiner ersten Trips nach Andalusien, Los Canos de Meca. Rechts: Dieses Schild habe ich auch in Los Canos entdeckt. Real Job? Auf jeden Fall etwas was einen glücklich macht.
4. Prioritäten dürfen sich ändern, du solltest immer die höchste davon sein. Auch wenn das bedeutet manchmal egoistisch zu sein.
5. Jeder Mensch dem du begegnest hat Angst vor etwas, liebt etwas und hat etwas verloren.
6. It’s not that serious.

Du machst einen Fehler, etwas ist dir peinlich. Und dann? In zwei Wochen denkt niemand mehr daran. Wahrscheinlich nicht mal du selbst.

7. Umgib dich mit Menschen aus verschiedenen Generationen und Kulturen.

Ich habe Freunde, die 20 Jahre alt sind und Freunde, die 50 sind. Reisen hat mir gezeigt, wie viel mehr es außerhalb meiner Bubble gibt und wie klein viele meiner Probleme eigentlich sind.

8. Wenn du aus Liebe und mit ehrlichen Absichten handelst, wirst du immer gewinnen.

Ich möchte Dinge mit Intention machen und Liebe und nicht einfach weil es gemacht werden muss und weil es von mir erwartet wird. Ich glaube wenn man in jede Sache Liebe gibt, fällt es einem auch leichter sich selbst zu lieben.

9. Ich brauche Sonne und bin einfach glücklicher an Orten mit Meer und Wellen.
10. Einige der wichtigsten Menschen in deinem Leben hast du noch gar nicht kennengelernt.

Wie toll ist bitte diese Vorstellung. Ich habe schon so viele tolle Menschen in meinem Leben kennengelernt und bin so dankbar welche Phasen sie in meinem Leben begleitet haben. Oder natürlich dankbar für die Menschen gerade in meinem Leben. Aber es werden bestimmt noch genauso viele tolle Menschen kommen und bleiben.

11. Du bist was du isst.
12. Kindness is always cool.

Wenn man nett ist kommt man immer weiter im Leben und ich verstehe ehrlich gesagt nicht warum manche Menschen so verbittet sind, denn auch wieder hier: it's not that serious. Im Business Kontext konnte ich hier so viel von Dana und Nils lernen. Man kommt so viel weiter wenn man nett ist und Verständnis aufbringt in allen Situationen und gegenüber jedem Menschen.

13. Mach den gleichen Fehler ruhig nochmal.

Wenn es sich in dem Moment richtig anfühlt, hat es seinen Sinn.

14. Reise alleine.
15. Kauf dir eine digitale Kamera oder einen Camcorder.

Seit ich meinen alten Camcorder habe, erlebe ich Momente bewusster. Ich schaue mir diese Videos und Erinnerungen so viel Lieber an als das 1000. Handy Foto.

Mein Camcorder: Auch in Sri Lanka mein täglicher Begleiter
16. Höre nie auf neue Dinge zu Lernen.

Wenn ich etwas nicht kann und lernen möchte schaue ich nach Online Kursen, YouTube Videos oder frage Leute aus meinem Umfeld. Vielleicht entdecke ich dabei ja eine neue Passion.

17. Kauf dir diese Designer Bag.

Natürlich will ich niemanden dazu anregen materielle Dinge zu kaufen und auch mich machen Erlebnisse so viel glücklicher als jede Handtasche. Ich habe aber auch für mich gelernt, dass mich Dinge die ich mir lange gewünscht habe und mir dann überlegt kaufe, sehr sehr lange glücklich machen. Also geht es eher um bewusste Kaufentscheidungen und vielleicht rechtfertige ich mich auch gerade vor mir selbst haha.

18. Routinen geben mir Ruhe und sind nicht langweilig, wie ich lange gedacht habe.
19. Trink mehr Wasser!
20. Kreativität ist überall und ich kann nicht ohne.

Lange Zeit dachte ich ich bin nicht kreativ genug, es gibt so viel talentierter Menschen. Ich kann ein bisschen zeichnen und so aber es gibt so viele die darin viel besser sind. Das hat mich so häufig depremiert. Aber warum sollte ich deshalb ganz damit aufhören? Und damit komme ich zum nächsten Punkt:

21. Vergleichen killt Kreativität.
Arbeiten an neuem Surf Spirit Merch
22. Familie ist etwas sehr Individuelles.

Ich liebe meine Familie und weiß trotzdem, dass ich meinen Freiraum brauche. Ich spiele keine Rolle, nur um Erwartungen zu erfüllen.

23. Ehrlich zu sich selbst sein ist der Beginn von Freiheit.
24. Hör auf deinen Körper und fang an dich mit deinem Zyklus zu beschäftigen.
25. Man sollte wieder mit Dingen anfangen, die man als Kind gerne gemacht hat.

Ich habe zum Beispiel endlich wieder mit dem Tanzen angefangen.

26. Schreib deinem Zukunfts-Ich.

Schreibe dir Emails an dein Zukunfts-Ich. Gamechanger, wenn man mal wieder denkt man kommt nicht wirklich weiter, dann lese ich mir einfach Emails durch die ich mir mal vor Jahren geschrieben habe. Dafür gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Ich benutze futureme.org.

27. Rede mit dir selbst so, wie du auch zu anderen sprechen würdest.

Ist es nicht verrückt, dass man alle diese Sachen in der Theorie weiß und trotzdem immer wieder so viele Zweifel in sich trägt. Dann denke ich mir immer, warum sind wir Menschen so? Aber vielleicht ist genau das unser Antrieb weiter zu machen und Dinge mehr wertzuschätzen.
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