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Mit 19 alleine los: Was mir Solo Travel über mich selbst beigebracht hat

Resi
March 27, 2026
3 min read
Sonnenaufgang Surf in Galizien , Spanien

Hey, ich bin Resi und mache derzeit mein Praktikum bei Surf Spirit. Ich habe mit 19 angefangen, alleine zu reisen.
Am Anfang klang das für mich einfach nur nach Freiheit. Machen, was ich will, wann ich will. Kein Abstimmen, keine Kompromisse.

Und ja – das ist auch so.
Aber was mir am Anfang niemand gesagt hat:

Du bist plötzlich sehr viel mit dir selbst.

Die ersten Tage haben sich oft komisch angefühlt.
Alleine essen gehen, alleine am Strand sitzen, alleine durch eine Stadt laufen. Ich hatte ständig das Gefühl, dass alle schauen – tun sie meistens nicht, aber es fühlt sich trotzdem so an. Und manchmal war da auch so ein leiser Moment von Einsamkeit. Nicht schlimm, eher ungewohnt.

Genau da hat aber eigentlich das Wichtige angefangen.

Ich konnte mich nicht mehr ablenken wie zu Hause. Keine vertraute Umgebung, keine Freunde, mit denen ich ständig schreibe. Ich war einfach… mit mir. Und das war ehrlich gesagt nicht immer easy. Gedanken werden lauter. Dinge, die ich sonst einfach wegschiebe, waren plötzlich da.

Aber mit jeder Reise wurde es leichter.
Roadtrip Galizien, Spanien

Irgendwann hat sich ein Kaffee alleine nicht mehr komisch angefühlt, sondern richtig entspannt. Ich habe angefangen, mehr zu beobachten, mehr im Moment zu sein. Ich habe gemerkt, dass ich gar nicht ständig Unterhaltung brauche. Dass Ruhe auch gut sein kann.

Und dann kommt irgendwann dieser Moment, in dem du checkst:
Ich bin eigentlich ganz gerne mit mir selbst.

Das heißt nicht, dass ich keine Menschen brauche. Im Gegenteil – unterwegs habe ich oft schneller neue Leute kennengelernt als irgendwo sonst. Gespräche entstehen leichter, weil man offener ist. Aber der Unterschied ist: Ich bin nicht darauf angewiesen.

Ich kann alleine sein, ohne mich allein zu fühlen.

Und genau das hat mir jede Solo-Reise ein Stück mehr gezeigt.

Mit jeder Reise habe ich mich ein bisschen weiterentwickelt. Ich treffe Entscheidungen selbst, komme mit Unsicherheit besser klar und finde Lösungen. Es sind kleine Dinge, aber sie bauen Vertrauen in mich selbst auf.

Jetzt bin ich 26 und versuche, so oft wie möglich alleine zu reisen – einfach weil ich weiß, dass es mir gut tut. Weil ich weiß, wie sehr mich diese Zeit mit mir selbst stärkt.

Surftrip West Java, Indonesien

Am Ende ist Solo Travel für mich weniger „Reisen“, als ich am Anfang dachte.
Es ist eher ein Kennenlernen.

Von mir selbst.

Und genau deshalb mag ich auch Orte, die beides verbinden:
Allein sein können – aber nicht müssen.

Ein Surf und Yoga Retreat wie Surf Spirit fühlt sich für mich genau wie dieses Zwischending an. Du reist vielleicht alleine an, aber bist trotzdem direkt Teil einer kleinen Community. Menschen, die aus ähnlichen Gründen dort sind. Kein Druck, aber auch keine komplette Isolation.

Du kannst morgens für dich sein, surfen gehen, Gedanken sortieren – und abends trotzdem mit anderen zusammensitzen, lachen, Geschichten teilen.

Es nimmt dir nicht die Erfahrung des Alleinseins.
Aber es macht sie ein bisschen weicher.

Vielleicht ist genau das der Einstieg: Nicht direkt komplett alleine irgendwohin.

Sondern an einen Ort, der dir Raum gibt – und gleichzeitig auffängt.

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